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Der Labrador stammt ebenso wie der Neufundländer und der Landseer von der
kanadischen Ostküste, wenn auch nicht von der Labrador-Halbinsel, sondern vom
Festland aus der Gegend Neufundlands. Der Labrador ist ein mit durchschnittlich
57 cm recht großer, energischer Hund. Es gibt ihn in drei Fellfarben: Einfarbig
schwarz, gelb (reicht von hellcreme bis fuchsrot) oder schokoladenbraun. Sein
Fell ist kurz und dicht. Die Pfoten weisen eine charakteristische, rundliche
Form auf (Katzenpfoten). Obwohl es gemäß Standards nur einen Labrador gibt,
existieren zwei Zuchtlinien: der stärkere, größere, „Showdog“ genannte Typ und
der feinere, kleinere Typ, der als „Working dog“ bezeichnet wird. Der „Showdog“
bringt meist 30 bis 40 kg auf die Waage, ein „Working dog“ 20 bis 25 kg. Der
gelbe Labrador ist nicht zu verwechseln mit dem Golden Retriever, einem ähnlich
großen und starken Retriever, jedoch mit deutlich längerem Fell.
Labradore sind sehr gutmütig, sie gehen mit fremden Menschen ebenso freundlich
um wie mit Kindern oder anderen Tieren. Ein typischer Labrador ist recht
bewegungsfreudig und braucht reichlich Auslauf. Außerdem lieben Labradore
Wasser. Es ist enorm wichtig, dass der Labrador vor allem geistig gefordert wird
- d.h. dass er auch arbeiten und seinen Kopf gebrauchen darf.
Als Ergebnis langjähriger Selektion auf jagdlich nutzbare Eigenschaften ist der
Labrador ein Hund mit einer vorzüglichen Nase und mit einem weichen Maul, womit
er gefundenes Wild oder andere Gegenstände unbeschädigt seinem Herrn zuträgt. Er
ist sehr lernfähig und aufmerksam, beobachtet seinen Herrn dauernd und freut
sich über jedes Lob. Diese Lernfähigkeit und Arbeitsfreude sollte man nicht nur
bei der Ausbildung zum Jagd- oder sonstigen Arbeitshund nutzen, sondern auch
beim reinen Familienhund. Unterforderte, in ihren Arbeitsanlagen nicht
geförderte Hunde neigen dazu, unerwünschte Verhaltensweisen zu entwickeln.
Heutzutage findet man ihn wegen seiner vielfältigen guten Eigenschaften im
Einsatz als vielseitigen Jagdhund, Blindenhund, Therapiehund, Drogenspürhund,
Rettungshund oder Sportkameraden bei Agility und Flyball. Aufgrund seines Wesens
ist der Labrador als Wachhund oder Schutzhund ungeeignet und dies als
Rassestandard auch nicht erwünscht. Darüber hinaus ist er ein geduldiger,
nervenstarker, angenehmer und wirklich kinderlieber Familienhund, dem das enge
Zusammenleben mit seinen Menschen über alles geht und der zu einem ausgewogenen
Klima im Zusammenleben der Menschen erheblich beitragen kann.
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